Mohamedou Ould Slahi Houbeini

Mohamedou Ould Slahi Houbeini

Der Schriftsteller Mohamedou Ould Slahi Houbeini ist Kurator des 5. African Book Festivals in Berlin. Der 1970 in Mauretanien geborene Autor ist vielen bekannt als einer der Menschen, die zu Unrecht im US-Internierungslager Guantanamo Bay inhaftiert waren. Seine Memoiren „Das Guantanamo-Tagebuch“ (Tropen, 2015) wurden zu einem internationalen Bestseller. Noch in der Gefangenschaft schrieb Slahi Houbeini seinen aktuellen Roman „Die wahre Geschichte von Ahmed und Zarga“ (InterKontinental Verlag, 2023). Darin nimmt der Autor sein Lesepublikum mit auf eine epische Reise durch geografisches und spirituelles Terrain der Sahara. Slahi Houbeinis Perspektive auf die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt ist einzigartig in der zeitgenössischen afrikanischen Literatur. Seit seiner Freilassung im Oktober 2016 lebte Mohamedou Ould Slahi Houbeini zunächst in Mauretanien, inzwischen wohnt er in den Niederlanden. Schreiben sei für ihn ein Mittel der Revanche gegen Zensur und Unterdrückung. Konsequenter Weise lautet der Titel des African Book Festivals in diesem Jahr „Breaking Free“.

BÜCHER:

The Mauritanian (originally published as Guantánamo Diary, 2015) | Das Guantanamo-Tagebuch unzensiert (2015)

The Actual True Story of Ahmed and Zarga (2021) | Die wahre Geschichte von Ahmed und Zarga (Aug. 2023)

 

FILME:

“Slahi und seine Folterer”, ARD Panorama, 2021

“Der Mauretanier”, Regie: Kevin Macdonald, Tobis Film 2021